Bewerbungen mit Videos

Der aktuelle Videotrend verändert unsere Art zu kommunizieren

Die Nutzerzahlen von Video-Inhalten steigen seit Jahren kontinuirlich an und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Laut Prognosen wird in den nächsten Jahren über zwei Drittel des Online-Traffics auf Videostreams zurückzuführen sein. Dabei werden Videos immer mehr auf mobilen Endgeräten angesehen. Dies hat definitiv Auswirkungen auf die Nutzergewohnheiten und die Art, wie wir uns präsentieren werden; auch bei Bewerbungen.

 

Video-Bewerbungen, der nächste Trend?

Wer schon einmal eine Bewerbung geschrieben hat weiss: Eine Bewerbungsmappe zusammenzustellen bedeutet ganz schön viel Arbeit. Zeugnisse müssen kopiert und ein aktuelles Foto geschossen werden und nicht zuletzt braucht es noch das obligate Präsentationsmäppchen und ein riesengrosses Couvert für den Versand. Dank dem aktuellen Videotrend kommt nun eine weitere Dimension dazu: das Bewerbungsvideo. Es ist ja nicht so, dass alle Arbeitgeber ein Bewerbungsvideo erwarten, aber wer sich mit einem Video gut präsentieren kann ist sicher im Vorteil. Da fast alle Menschen ein Smartphone besitzen und somit ein Video selber drehen können, liegt es Nahe, dass die Personalabteilungen irgendwann mal Videoportraits verlangen werden. Ein Videoportrait sagt mehr aus über eine Person als ein Foto und die Vorselektion der Kandidaten kann damit effizienter erfolgen.

Ob ein selbstgedrehtes Videoportrait wirklich professionell rüberkommt? Ich zweifle stark daran. Ich glaube eher, dass die HR-Abteilungen viel zu lachen haben werden ab den missglückten Selbstinszenierungsversuchen der Bewerbungskandidaten. Auch hier gilt: Lass den Profi das machen. Es lohnt sich. Dass der Trend in diesem Bereich existiert zeigt das Karrierenetzwerk LinkedIin.

 

LinkedIn springt auf den Trend auf

Seit langem wurde es erwartet: Die Videofunktion beim Netzwerk LinkedIn. Mitte August war es dann soweit: 500 ausgewähle Nutzer durften ihre Videos hochladen. Die Länge der Videos ist allerdings beschränkt auf 30 Sekunden. Die heraufgeladenen Videos erscheinen dann automatisch im Newsfeed der jeweiligen Follower. Genutzt werden soll diese Funktion vor allem für Bewerbungsvideos. Die HR-Verantwortlichen werden sich in Zukunft auf dem Nachhauseweg im Tram oder im Zug per Smartphone die neusten Bewerbungsvideos ansehen und bewerten. Wer heraussticht, hat gute Chancen.

 

Verdichten als wichtige Qualität

Dabei gilt es nicht nur, eine optimale Videoqualität zu produzieren, sondern auch die Geschichte der Kandidaten zu verdichten. Hier kommen die Qualitäten der Filmemacher zum Zuge: Verdichtung! Denn nur wer es schafft, seine Botschaft zu verdichten und prägnant zu fomulieren, hat eine Chance bei den Zuschauern positiv hängenzubleiben. Goethe meinte schon, es sei schwieriger einen kurzen Brief zu schreiben als einen langen. Recht hat er und dasselbe gilt auch bei Videoproduktionen.

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